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Inseln VulkanischMeer
isola di Stromboli (Stromboli)
Foto: Wikimedia Commons · CC BY-SA

Stromboli [ˈstromboli] ist eine italienische Insel mit einem gleichnamigen aktiven Schichtvulkan. Sie liegt im Mittelmeer nördlich von Sizilien und gehört zur Gemeinde Lipari in der Metropolitanstadt Messina.

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Insel

Der Name der Insel hat sich aus dem griechischen Wort strongylē (altgriechisch Στρογγύλη, „die Runde“) entwickelt.
Stromboli ist regelmäßig per Schiff von Neapel und den auf Sizilien gelegenen Hafenstädten Milazzo und Messina aus zu erreichen. In der Feriensaison fahren Schnellboote von der Küste Kalabriens (Hafen: Tropea) zu den Vulkaninseln.
Die Insel hat Stand der Volkszählung von 2001 eine Bevölkerung von 572 Personen. Auf der Insel befinden sich zwei Ortschaften: Die Ortsteile Scari, San Vincenzo, Ficogrande, Piscità und San Bartolomeo im Nordosten sind heute praktisch zusammengewachsen und werden daher unter dem Ortsnamen Stromboli subsumiert. Dort leben ca. 540 ständige Einwohner. Ginostra liegt im Südwesten und ist auf dem Landweg nicht mit dem Ort Stromboli verbunden, außer man überschreitet den Vulkan. Ginostra hat 30 Einwohner; es ist mit Schiffen oder Tragflügelbooten zu erreichen. Autos existieren in beiden Orten kaum. In Ginostra gibt es nur enge Fußwege, und in Stromboli dürfen Elektro-Minitransporter und motorisierte Dreiräder zur Versorgung der Bevölkerung sowie Motorroller der Einwohner fahren. An der Nordwestseite der Insel liegt die Sciara del Fuoco („Feuerrutsche“), an deren oberem Ende sich die Krater befinden und über welche die Lava des Vulkans manchmal bis ins Meer hinab fließt. Trotz der zahlreichen Touristen und Forscher, die den Vulkan besuchen, hat die Insel viel von ihrer Ursprünglichkeit behalten.
Knapp zwei Kilometer nordöstlich vor der Insel ragt ein kleiner unbewohnter Fels aus dem Meer, der Strombolicchio, auf dem sich nur ein Leuchtturm befindet. Der Strombolicchio ist der feste, beständige Kern eines früheren Vulkans.
1949 weilte Ingrid Bergman auf der Insel, um unter der Regie von Roberto Rossellini das Melodram Stromboli zu…

Flora und Vegetation

Aufgrund der Höhenunterschiede zwischen Meeresniveau und der Gipfelregion bildet sich in jeder Höhenstufe eine entsprechende Vegetation.

Vom Meeresniveau bis auf etwa 100 Meter Höhe zieht sich die untere Hangzone. Dort liegen die Siedlungsgebiete von San Vincenzo und San Bartolo an der Nordostküste und, auf der entgegengesetzten Südwestküste der kleine Ort Ginostra. Hier gibt es noch Weinreben und Olivenhaine. Früher zog sich diese Kulturzone mit landwirtschaftlicher Nutzung bis in eine Höhe von 600 Meter die Bergflanken empor, erkennbar an der heute weitgehend verwachsenen Terrassierung der Hänge.
Oberhalb der unteren Hangzone schließt sich der landwirtschaftlich heute nicht mehr genutzte Bereich mit der typischen Macchia an. Dort herrschen niedrige Hartholzgewächse, Dornensträucher, Ginster- und Pfahlrohrbewuchs vor. Wegen des Vorherrschens des Pfahlrohrbewuchses wird diese Zone, die bis auf etwa 600 Meter den Berg hinauf reicht, oft Schilfzone genannt.
Oberhalb von etwa 600 Meter über dem Meer beginnt das pflanzenfreie und mit Vulkanasche bedeckte Gipfelgebiet, in dem die Kraterterrasse liegt. Das fast völlige Fehlen von Vegetation ist durch die losen und immer wieder umgelagerten feinen Aschen und Sande bedingt. Durch die Einwirkung vulkanischer Gase und die ständigen, mehr oder weniger heftigen Aschenauswürfe, insbesondere im Bereich der Sciara del Fuoco, die sich von der Kraterterrasse steil hinunter bis ins Meer zieht, kann sich hier keine Vegetation entfalten.

Geologie

Vor etwa 40.000 Jahren kam es im Jungpleistozän zum Initialausbruch des Paläo-Stromboli. Der als Schlotfüllung stehen gebliebene Rest eines möglicherweise älteren Vulkans ist der 1500 Meter vor der Nordostküste im Meer liegende Strombolicchio. Am Ende der Tätigkeit des Paläo-Stromboli formte sich durch einen vulkanotektonischen Einbruch eine Caldera von etwa 1800 Meter × 3000 Meter, die heute durch die Sierra i Vàncori markierte, zur See hin offene Paläo-Stromboli-Caldera.
Innerhalb dieser Caldera bildete sich in der Folgezeit ein neuer Vulkan, der exzentrisch in die alte Caldera eingeschachtelte ältere Neo-Stromboli, dessen Erstausbruch vor etwa 10.000 Jahren begann. Im Laufe seiner Tätigkeit füllte der Neo-Stromboli die Paläo-Stromboli-Caldera fast vollständig auf, wobei im Gegensatz zur heutigen Tätigkeit des Stromboli reichlich Laven ausflossen. Vor 5.000 bis 6.000 Jahren kam es am Ende der Tätigkeit des älteren Neo-Stromboli wiederum zu einem, jedoch kleineren Calderaeinbruch. Durch den Calderaeinbruch bildete sich der Sciara-del-Fuoco-Graben, eine so genannte „hängende Caldera“ am Nordwesthang des Vulkans.
Nach dem Einbruch dieser Neo-Stromboli-Caldera bildete sich vor rund 5000 Jahren an deren Südostende exzentrisch der jüngere Neo-Stromboli als der heute tätige Vulkan.

Aktivität des Stromboli

Der Stromboli ist ständig aktiv. In unregelmäßigen Abständen (wenige Minuten bis stündlich) kommt es aus mehreren Krateröffnungen zu größeren und kleineren Eruptionen. Das ausgeworfene Material fällt meist in den Krater zurück oder es rollt teilweise über die Sciara del Fuoco ins Meer.
Dieser regelmäßige Auswurf von Lavafetzen, Schlacken und Aschen ist so typisch für Stromboli, dass Vulkanaktivität dieser Art Strombolische oder Strombolianische Aktivität genannt wird.…

Besiedelungs- und Wirtschaftsgeschichte

Von den offiziellen Führern wird angegeben, dass die Insel bereits seit mindestens 7000 Jahren durchgehend besiedelt sei; Belege für diesen frühen Zeitpunkt gibt es jedoch nicht. Auf Nachbarinseln, insbesondere auf Lipari, wurde in der Jungsteinzeit der damals wertvolle Obsidian gewonnen, der auf Stromboli allerdings nicht vorkommt. Die ältesten Spuren menschlicher Besiedlung stammen aus der frühen Kupferzeit (ab ca. Mitte des 4. Jahrtausends v. Chr.). Bei San Vincenzo, im Nordosten der Insel, sind Reste einer Siedlung aus der frühen Bronzezeit entdeckt worden, die der Capo-Graziano-Kultur zugerechnet wird. Stromboli war in der Antike den Griechen bekannt. In der Neuzeit bis 1930 leistete der Weinanbau den Hauptertrag, der aber infolge Reblausbefalls und des damaligen Vulkanausbruchs aufgegeben wurde, so dass die Einwohnerzahl erheblich zurückging. Infolge der Rossellinischen Verfilmung kam Tourismus auf, der heute praktisch die einzige Wirtschaftsquelle der Insel darstellt.

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Fotos
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Auf einen Blick

Höhe ü. M.926 m

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Route Karte

38.79303 N · 15.21085 E

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