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Wer das war
1867–1936 · drammaturgo, scrittore e poeta italiano (1867-1936) · Casa di Pirandello · Agrigento
Luigi Pirandello war ein italienischer Schriftsteller. Er wird zu den bedeutendsten Dramatikern des 20. Jahrhunderts gezählt und erhielt 1934 den Nobelpreis für Literatur.
Pirandello wurde auf einem kleinen Landgut mit dem Namen Caos (dt.: Chaos) in einem Vorort von Agrigent als Sohn eines Schwefelgrubenunternehmers geboren. Er wuchs auf in Agrigent und Palermo und veröffentlichte schon während der Schulzeit erste literarische Versuche. Nach der Beendigung der Schule 1887 studierte er 1888/89 Romanische Philologie in Rom und vom Wintersemester 1889/90 bis zum Sommersemester 1891 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Hier schloss er sich dem Akademischen Neuphilologischen Verein zu Bonn (heute Landsmannschaft Teutonia Bonn) an. In Bonn promovierte er über das Thema Laute und Lautentwicklung der Mundart von Girgenti, wurde allerdings nie Lektor am Romanischen Seminar, auch wenn er das mehrfach ankündigte. Heute erinnern eine Erinnerungsplakette an sein damaliges Wohnhaus, Breite Straße 83, und eine nach ihm benannte Straße im Bonner Ortsteil Ippendorf an seine Zeit in Bonn.
1892 kehrte Pirandello nach Italien zurück, ließ sich in Rom als freier Schriftsteller nieder und arbeitete als Journalist, bestritt seinen Lebensunterhalt aber hauptsächlich aus Zuwendungen seines Vaters und später den Erträgen der Mitgift seiner Frau. Er heiratete Ende Januar 1894 Antonietta Portulano; aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. 1897 wurde er in Vertretung Hochschuldozent für Italienische Stilistik an der Pädagogischen Akademie in Rom, 1904 musste er nach dem Konkurs seines Vaters, bei dem auch die Mitgift Antoniettas verloren ging, tatsächlich als Schriftsteller und Professor die Familie erhalten. 1908 wurde er an diesem Institut zum Ordentlichen Professor ernannt. Diese akademische Stellung behielt er bis 1922. Seine Frau erkrankte psychisch und musste schließlich 1919 in einer geschlossenen Anstalt untergebracht werden; dort starb…
Pirandello meinte zunächst, „nur in Versen schreiben zu können“ – und tatsächlich ist sein Jugendwerk bis zur Jahrhundertwende dominant der Lyrik und der Form des Versepos gewidmet. Allerdings ist er da in der Form allzu weit hinter der internationalen Entwicklung zurück und daher auch wenig erfolgreich. Unter dem Einfluss der Veristen (Luigi Capuana) beginnt er Kurzerzählungen und Romane zu verfassen, die freilich sofort inhaltlich die veristische Grundannahme eines „objektiven Erzählens“ und der notwendigen Folge von Ursache und Wirkung in Frage stellen: Von seinem ersten Roman Die Ausgestoßene (1893, veröffentlicht 1901) an regiert der Zufall, die – wie er es nennt – Streiche, die Leben und Tod den Menschen spielen (so der Titel einer frühen Novellensammlung). Mit dem Roman Il fu Mattia Pascal (Mattia Pascal (1904)) beginnt sein nationaler Ruhm, besonders in den späten Romanen (Aufzeichnungen des Kameramanns Serafino Gubbio, 1915; Einer, keiner, hunderttausend, 1925) lotet er die Grenzen des traditionellen Erzählens aus. Insbesondere der letzte Roman ist teilweise fast als Dialog mit dem Leser gestaltet, der dabei immer wieder lächerlich gemacht wird. Grundlage seiner Ästhetik ist dabei der von ihm ursprünglich in seiner Habilitationsschrift von 1908 entwickelt Umorismo, der sozusagen an der Grenze zwischen Komischem und Tragischem angesiedelt ist: das Lachen des Humoristen über die komischen Seiten des Lebens wird zum bitteren Grinsen, weil er in einem zweiten Schritt zur Empathie mit der lächerlichen Figur gelangt und die Tragik von deren Leiden erfasst. Pirandello verfasste fast 250 Kurzgeschichten, in denen dieser Zugang immer wieder an scheinbar realistischen Episoden, oft im sizilianischen Kontext, gestaltet wird.
Seinen Weltruhm verdankt er freilich in erster…
Lyrik
Mal giocondo (Fröhliches Unglück), 1889.
Rheinische Elegien (Elegie renane), Gedichte, 1889/90, veröffentlicht 1895.
Pasqua di Gea, Gedichte, 1891.
Zampogna, 1901.
Fuori di chiave (Jenseits der Notenschlüssel), 1912.
Dramen
Ursprünglich in Sizilianisch aufgeführte bzw. konzipierte Dramen (Auswahl):
Der Schraubstock (La morsa) und Limonen aus Sizilien (Lumìe di Sicilia) (UA Roma 9. Dezember 1910);
Cecè (UA 14. Dezember 1915);
Professor Toti (Pensaci, Giacomino) (UA 10. Juli 1916);
Liolà, Roma, Teatro Argentina (UA 4. November 1916).
Theater des „Grotesken“ (Auswahl):
So ist es - wenn es Ihnen so scheint (Così è (se vi pare)) (UA 18. Juni 1917);
Die Narrenkappe (Il berretto a sonagli) (UA 27. Juni 1917);
Der Ölkrug (La giara) (UA 9. Juli 1917);
Die Wollust der Anständigkeit (Il piacere dell'onestà) (UA 27. November 1917);
Das Diplom (La patente) (UA 23. März 1918)
Seine Rolle spielen (Il giuoco delle parti) (UA 6. Dezember 1918);
Der Mensch, das Tier und die Tugend (L'uomo, la bestia e la virtù) (UA 2. Mai 1919);
Alles in Ordnung (Tutto per bene) (UA 2. März 1920).
Trilogie des Theaters auf dem Theater und Stücke der 1920er Jahre (Auswahl):
Sechs Personen suchen einen Autor (Sei personaggi in cerca d'autore) (UA 10. Mai 1921);
Jeder auf seine Weise (Ciascuno a suo modo) (UA 22. Mai 1924);
Heute abend wird aus dem Stegreif gespielt (Questa sera si recita a soggetto) (UA 25. Januar 1930, Königsberg in deutscher Sprache);
Heinrich IV. (Enrico IV) (UA 24. Februar 1922);
Der Dummkopf (L'imbecille) (UA 10. Oktober 1922);
Die Nackten kleiden (Vestire gli ignudi) (UA 14. November 1922);
Der Mann mit der Blume im Mund (L'uomo dal fiore in bocca) (UA 21. Februar 1923);
Das Leben, das ich dir gab (La vita che ti diedi) (UA 12. Oktober 1923);
Das Fest unseres Heilands vom…
1925: Die zwei Leben des Mathias Pascal
1932: Wie Du mich wünschst (As You Desire Me)
1933: Arbeit macht glücklich (Acciaio)
1945: Die Liebe unseres Lebens (This love of ours)
1954: So geht’s im Leben (Questa e la vita)
1956: Nur Du allein (Never Say Goodbye)
1963: Liolà
1974: Die Reise nach Palermo (Il viaggio)
1984: Heinrich IV. (Enrico IV)
1984: Kaos
1988: In Silenzio – In aller Stille (In silenzio)
1999: La Balia
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