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★ 6 Duomo di Monreale (Kathedrale von Monreale)

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Duomo di Monreale (Kathedrale von Monreale)
Foto: Wikimedia Commons · CC BY-SA

Die Kathedrale Santa Maria Nuova in Monreale ist die Bischofskirche des Erzbistums Monreale auf Sizilien. Die mit dem Patrozinium der Aufnahme Mariens in den Himmel versehene Kathedrale ist eine Basilica minor. Berühmt ist die Kathedrale für die byzantinischen Mosaiken und den Kreuzgang. Zusammen mit dem arabisch-normannischen Palermo und der Kathedrale von Cefalù wurde die Kirche 2015 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

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Geschichte

Der Bau der Kathedrale, zunächst als Klosterkirche und Memorialbau konzipiert, erfolgte in den Jahren 1172 bis 1176. Auftraggeber war König Wilhelm II. von Sizilien, der sie (der Legende nach) an der Stelle errichten ließ, „wo ihm im Traum die Jungfrau Maria erschienen war“.

Baustil

Die Kathedrale zeigt in besonders eindrucksvoller Weise den normannisch-arabisch-byzantinischen Baustil, der zu dieser Zeit in Sizilien verbreitet war und eine Symbiose dreier verschiedener Kulturen darstellte. Normannisch/romanisch ist dabei vor allem der massive Baukörper als Ganzes, arabische Stilelemente zeigen sich in den Blendbögen und Intarsien an den Außenmauern, besonders den Apsiden, und byzantinisch sind die Goldgrundmosaiken an den Innenwänden der Kathedrale.

Äußeres

Die Kathedrale ist 102 Meter lang, 40 Meter breit und 35 Meter hoch. Ihre Fassade wird seitlich von zwei Wehrtürmen flankiert, wobei der linke Turm unvollendet blieb und die Kuppel des rechten Turms im 16. Jahrhundert von einem Blitz zerstört wurde.
Der Fassade wurde im 18. Jahrhundert ein klassizistischer Portikus vorgebaut, der den ursprünglichen Eindruck der Fassade zunichtemacht. Oberhalb des Portikus sind noch Teile des aus sich überschneidenden Blendbögen mit Einlegearbeiten bestehenden Dekors im arabischen Stil zu erkennen. Das Westportal war mit einer Größe von 7,8 Meter × 3,7 Meter das größte Portal seiner Zeit. Die Bronzetüren wurden 1186 von Bonannus von Pisa hergestellt. Sie zeigen 42 Szenen aus der Bibel.
Auch der Nordseite ist ein Portikus vorgelagert, der den rechteckigen Raum zwischen dem Querschiff und dem unvollendeten Glockenturm füllt. Er wurde von 1547 bis 1562 im Auftrag des Kardinals Alessandro Farnese von den Brüdern Giovanni und Fazio Gaggini gestaltet. Hier befindet sich das Seitenportal (4,23 Meter × 2,15 Meter), dessen ebenfalls aus Bronze bestehende Türflügel 1179 von Barisanus von Trani hergestellt wurden.
An den Apsiden der Kathedrale ist der ursprüngliche Dekor am besten zu erkennen. Spitzbogige Blendbögen überschneiden sich und sind mit Einlegearbeiten aus schwarzem, weißem und gelbem Stein versehen.

Inneres

Bauaufteilung, Wände, Fußboden
Das Innere der Kirche ist durch zwei Reihen von jeweils neun Säulen mit korinthischen Kapitellen in drei Schiffe unterteilt, wobei das Mittelschiff mehr als doppelt so breit ist wie die Seitenschiffe. Baulich besonders hervorgehoben ist der Chorraum in der Vierung, dem Schnittbereich von Längsschiff und Querschiff.
Die Wände sind in ihrem unteren Teil mit Marmor verkleidet, der ebenso wie der Fußboden auf islamische Vorbilder zurückgeht. Die oberen Teile der Wände sind vollständig mit byzantinischen Goldgrundmosaiken bedeckt. Die Mosaiken wurden in der Zeit von 1179 bis 1182 von einheimischen Künstlern und Künstlern aus Konstantinopel geschaffen und bedecken insgesamt eine Fläche von 6.340 m². Die Holzdecke wurde nach einem Brand im Jahr 1811 zu großen Teilen erneuert.

Apsiden

In der Hauptapsis sind Christus als Pantokrator („Weltenherrscher“) und die in den Himmel aufgenommene Muttergottes dargestellt. Die sieben Meter hohe und dreizehn Meter breite Christusfigur nimmt die Kalotte der Hauptapsis in Anspruch. In der linken Hand hält er eine Bibel, auf deren aufgeschlagenen Seiten der Anfang eines Verses aus dem Evangelium nach Johannes (Joh 8,12 : „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen“) in Latein und Griechisch zu lesen ist. Die rechte Hand bildet das Monogramm „IC-XC“, das sich auch im Schriftzug links und rechts des Kopfes wiederfindet. In den Medaillons des rahmenden Bogens sind Emanuel und die Propheten David, Salomo, Elias, Samuel, Daniel, der Richter Gideon, Nathan und Elischa abgebildet, neben der Muttergottes die Erzengel Gabriel und Michael mit Sphairen und mehrere Apostel. Im Register darunter sind weitere vierzehn Heilige dargestellt.
Die südliche Apsis – zugleich Diakonikon –…

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Auf einen Blick

★ UNESCO-Welterbe
Erbaut1172
StilRomanische Architektur

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Route Karte Website

38.08203 N · 13.29228 E

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