Trinaka Ätna · Sizilien

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isola di Lampedusa (Lampedusa)

Inseln Meer
isola di Lampedusa (Lampedusa)
Foto: Wikimedia Commons · CC BY-SA

Lampedusa ist die größte der Pelagischen Inseln im Mittelmeer zwischen Sizilien und Tunesien. Die Insel gehört zu Italien, und hier innerhalb der Autonomen Region Sizilien zur Gemeinde Lampedusa e Linosa im Freien Gemeindekonsortium Agrigent.

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Geografie

Lage
Lampedusa liegt zwischen dem Libyschen und Sizilischen Meer rund 205 Kilometer südlich von Sizilien und auf der kürzesten Strecke 138 Kilometer östlich der tunesischen Küste, etwa auf gleicher Breite wie die Stadt Monastir.
Es ist die südlichste Insel Italiens. Südlichere Punkte der EU im Mittelmeer gibt es u. a. auf Zypern, Kreta oder in Melilla.

Beschreibung

Die Fläche beträgt etwa 20 km², der höchste Punkt ist Albero Sole mit 113 m s.l.m.
Die neun Kilometer lange und bis zu drei Kilometer breite Insel erstreckt sich in Ost-West-Richtung. Die Nordküste ist geprägt von steilen Klippen, an der Südküste befinden sich mehrere Buchten mit Sandstränden.
Der Hauptort an der Südküste ist gleichnamig. Im Jahre 2005 wohnten etwa 4.500 Menschen dauerhaft auf Lampedusa, in der Hauptreisezeit allerdings zeitweilig bis zu 10.000. Die Bewohner leben vom Tourismus, vom Fischfang und von der Produktion von Fischkonserven.

Klima/Bewuchs
Lampedusa besitzt typisches Mittelmeerklima. Dank der Position zum europäischen Kontinent und geologisch zu Afrika gehörend hat die Insel eine der höchsten Durchschnittstemperaturen am Mittelmeer (22,3 Grad Celsius). Selbst im Februar beträgt die Durchschnittstemperatur 15 Grad Celsius. Die jährliche Niederschlagsmenge ist mit 300 Millimetern sehr gering.
Durch Rodungen und fehlende Quellflüsse ist das Inselinnere verödet.

Nachbarinseln

45 km nordöstlich von Lampedusa liegt die bewohnte Insel Linosa, 17 km nordwestlich die unbewohnte Insel Lampione. Der Südküste direkt vorgelagert liegt das kleine Eiland Isola dei Conigli (deutsch Kanincheninsel).

Naturschutz
An der Isola dei Conigli und in den Buchten von Lampedusa suchen die Unechten Karettschildkröten ihre Plätze zur Eiablage. Um den Bestand der Schildkröten zu wahren, wurden im Jahr 2002…

Geschichte

Auf Lampedusa (früher auch Lopadusa, von phönizisch-griechisch Lopadoussa) befinden sich Spuren griechischer (sie besaßen dort zwei oder drei Türme), römischer, byzantinischer und arabischer Siedlungen. Zudem diente die Insel vielfach Seefahrern als Stützpunkt. 812/813 wurde Lampedusa Opfer eines Überfalls muslimischer Seeräuber, die auf 13 Schiffen kamen. Da es der byzantinischen Flotte gelang, die gegnerischen Schiffe zu versenken, dürfte Lampedusa noch für einige Jahre byzantinisch geblieben sein. Archäologisch lässt sich die byzantinische Siedlung nur bis zum Ende des 7. Jahrhunderts nachweisen. Danach waren die meisten der zu Sizilien gehörenden Inseln wie auch Lampedusa ab der normannischen Zeit, also dem 11. Jahrhundert, unbewohnt. So berichtet Idrisi von den unbewohnten Inseln. Allerdings fand sich eine der Hl. Maria geweihte Kapelle, und möglicherweise bot die Insel, auf der sich noch Siedlungsspuren fanden, noch im 16. und 17. Jahrhundert Unterschlupf für flüchtige Sklaven aus Nordafrika.
Im September 1843 ging der Kapitän Bernardo Maria Sanvisente, ein Gesandter von Ferdinand II., mit 120 Männern und Frauen an Land, um die Insel dauerhaft zu besiedeln. Von Sanvisente stammt auch der vorher wechselnde Inselname Lampedusa.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Insel als strategisch wichtiger Punkt Ziel von Bombenangriffen („Operation Corkscrew“). Am 13. Juni 1943 kapitulierte die italienische Besatzung der Insel kampflos.
Im Jahr 1986 schlugen vor Lampedusa zwei R-17-Raketen ein, vermutlich abgefeuert von Libyen als Antwort auf Angriffe der US Air Force auf Tripolis und Bengasi (Operation El Dorado Canyon). Es gab keine Verletzten.

Station auf der Fluchtroute übers Mittelmeer
Im Zuge des Arabischen Frühlings und des internationalen Militäreinsatzes in Libyen…

Verkehr

Flugverkehr

Von und nach Palermo und Catania gibt es am Flughafen Lampedusa täglich eine Flugverbindung.
Während der Hauptreisezeit wird der Inselflughafen, der im Osten nahe dem Hauptort liegt, mehrmals täglich und auch von italienischen Großstädten aus angeflogen.

Fähren

Von und nach Porto Empedocle bei Agrigent verkehrt täglich eine Fähre. Zur Nachbarinsel Linosa pendeln mehrmals täglich Tragflügelboote.

Bus
Der Inselbus entlang der Küstenstraßen Lampedusas fährt in den Sommermonaten stündlich.

Kultur

Bedeutendes Bauwerk ist eine Kirche an der Südküste mit einer Statue der Madonna di Porto Salvo, die Schutzheilige der Insel ist.
Traditionelles Fest auf Lampedusa ist alljährlich das Festa di San Bartolomeo am 24. August.
Giulio Tomasi erhielt 1667 von Karl II. von Spanien den Titel eines Fürsten von Lampedusa. Einer seiner Nachfahren, Giuseppe Tomasi di Lampedusa, schrieb den weltberühmten Roman Il Gattopardo (deutsch: Der Leopard, auch Der Gattopardo).
Der 2002 produzierte Spielfilm Lampedusa unter der Regie von Emanuele Crialese porträtiert das alltägliche Leben und die Traditionen der Inselbewohner.
Der 2011 produzierte Spielfilm Terraferma, ebenfalls unter der Regie von Emanuele Crialese, thematisiert die Migration afrikanischer Flüchtlinge, die über die Insel Lampedusa den Weg nach Europa suchen, und schildert die dadurch entstehenden Probleme der Inselbewohner.
2014 erhielt der ivorische Schriftsteller Josué Guébo für sein Buch Songe à Lampedusa (dt. Denk an Lampedusa) den Tchicaya-U-Tam’si-Preis. Das Buch bearbeitet die afrikanische Flüchtlingswelle in Richtung Lampedusa in einer lyrischen Langform. Die Jury bezeichnete es als „ein aktuelles Werk, ein Schrei der Verzweiflung an die Adresse der Regierungen, aber auch für die Jugend, um nicht zu verzweifeln“.
Auch der 2016 veröffentlichte Dokumentarfilm Seefeuer von Gianfranco Rosi schildert das Alltagsleben der Inselbewohner und der täglich ankommenden Flüchtlinge.

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Fotos
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Aus Wikimedia Commons. Foto antippen für Autor und Lizenz.

Auf einen Blick

Höhe ü. M.133 m

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Route Karte

35.51500 N · 12.58000 E

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