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Marzipan ist eine Süßware aus gemahlenen Mandeln, Zucker und – je nach Herkunft – beigefügten Aromastoffen. Die aus blanchierten und geschälten Mandeln und Zucker hergestellte Masse wird als Marzipanrohmasse bezeichnet; das Verhältnis von Rohmasse und weiterem zugesetzten Zucker bestimmt die Qualität des Marzipans. Weltbekannt sind das Lübecker Marzipan, das Mazapán de Toledo aus Toledo (Spanien) und das Königsberger Marzipan.
Weihnachten · Ostern · Allerseelen (2. November) · Fastenzeit
PAT · vom italienischen Landwirtschaftsministerium anerkanntes traditionelles Lebensmittel
There are two proposed lines of origin for marzipan; they are not necessarily contradictory and may be complementary, as there have always been Mediterranean trade and cooking influences. Other sources establish the origin of marzipan in China, from where the recipe moved on to the Middle East and then to Europe through Al-Andalus.
Although it is believed to have been introduced to Eastern Europe through the Turks (in badem ezmesi), and most notably produced in Edirne), there is some dispute between Hungary and Italy over its origin. Marzipan became a specialty of the Hanseatic League port towns. In particular, the cities of Lübeck and Tallinn have a proud tradition of marzipan manufacture. Examples include Lübeck Marzipan, which has Protected geographical indication (PGI) status. The city's manufacturers such as Niederegger still guarantee their marzipan to contain two-thirds almonds by weight, which results in a product of highest quality. Historically, the city of Königsberg in East Prussia was also renowned for its distinctive marzipan production. Königsberg marzipan remains a special type of marzipan in Germany that is golden brown on its surface and sometimes embedded with marmalade at its center.
Another possible geographic origin is the parts of Spain that were known as Al-Andalus. In Toledo (850–900, though more probably 1150 during the reign of Alfonso VII) this specialty was known as Postre Regio (instead of Mazapán). There are also mentions in the folktale collection, One Thousand and One Nights of an almond paste eaten during Ramadan and as an aphrodisiac.
Mazapán is Toledo's most famous dessert, often created for Christmas, and has PGI status. For this, almonds have to be at least 50% of the total weight, following the directives of Mazapán de Toledo regulator council.
Another idea to support this line is the important tradition of another Spanish almond-based Christmas confectionery, the turrón.
The German name has largely ousted the original English name marchpane with the same apparent derivation: 'March bread'. (The word marchpane occurs in Shakespeare's Romeo and Juliet, Act 1, Scene 5, Line 9.) Marzapane is documented earlier in Italian than in any other language, and the term pan meaning 'bread' originates in Romance languages. The origin could be from the Latin term martius panis, which means bread of March. In Johann Burchard’s Diarium curiae romanae (1483–1492) the Latin form appears as martiapanis.
The ultimate etymology is unclear; for example, the Italian word derives from the Latin words "Massa" (itself from Greek Μάζα "Maza") meaning pastry and "Pan" meaning bread, this can be particularly seen in the Provençal massapan, in Catalan massapà, the Portuguese maçapão (where 'ç' is an alternative letter for the phoneme usually expressed by 'ss') and old Spanish mazapán – the change from 'ss' to 'z' in Latin words was common in old Spanish and the 'r' appeared later. Among the other possible etymologies set forth in the Oxford English Dictionary, one theory proposes that the word "marzipan" may be a corruption of Martaban, a Burmese city famous for its jars.
The Real Academia Española suggests the Spanish mazapán is perhaps derived from the Hispanic Arabic, pičmáṭ, from the Greek παξαμάδιον, paxamádion ('little cake').
Another possible source is from Arabic: موثابان mawthābān 'king who sits still'. The Arabic, Latinised as matapanus, was used to describe a Venetian coin depicting an enthroned Christ the King. These coins were stored in ornate boxes. From about the fifteenth century, when the coins were no longer in circulation, the boxes became decorative containers for storing and serving luxury sweetmeats. One such luxury that crept into the box in the sixteenth century is the now-famous almond-flavoured marzipan, named (at least proximately) after the box in which it was stored.
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Die Herstellung von verkaufsfertigem Marzipan aus Marzipanrohmasse erfolgt nach deutschem Lebensmittelrecht durch Ankneten mit Puderzucker im Verhältnis von maximal 1:1 (Qualitätsstufe 50/50). Die Marzipanqualität ist umso höher, je niedriger der Zuckergehalt ist. Es wird hierbei oftmals das Enzym Invertase eingearbeitet. Dieses verbessert die Frischhaltung durch Abbau des Rübenzuckers zu Invertzucker.
Neben deutschem Marzipan spielt international auch französisches Marzipan (le massepain), das etwas anders hergestellt wird, eine wichtige Rolle. In Frankreich wird zur Herstellung Zuckersirup verwendet, der zusammen mit zerstoßenen Mandeln erhitzt wird, bis eine zähflüssige Masse entsteht. Das Resultat ist eine feinere Marzipanrohmasse von hellerer Farbe und mit weniger Eigengeschmack.
Marzipan wird in vielen Formen und als Zutat vieler Produkte angeboten, wie Marzipanfrüchte, Marzipanbrot, Mozartkugeln und Dominosteine. In Bäckerei und Konditorei finden sich vielfältige Artikel, wie Mandelhörnchen, Marzipanschnecken oder Pralinen mit unterschiedlichen Füllungen. Verzierte Torten erfreuen sich zu besonderen Anlässen großer Beliebtheit und werden mit dünnem Marzipan gedeckt und mit Marzipanfrüchten, -blumen oder -figuren verziert.
Marzipan besitzt einen sehr hohen physiologischen Brennwert. So weist die Qualitätsstufe 50/50 einen Brennwert von 2.035 kJ/100 g (= 486 kcal/100 g) auf.
Das Aroma von Marzipan ergibt sich zum größten Teil aus Aromen der verwendeten Mandeln bzw. deren Röstaromen. Ein wichtiger Bestandteil des Aromas ist Benzaldehyd.
Marzipanrohmasse besteht aus zwei Teilen gemahlenen Mandeln und einem Teil Zucker, die unter Rühren erhitzt (fachsprachlich: „abgeröstet“) wurden, um den Wassergehalt zu verringern.
Fließschema:
Auslese der Mandeln, Reinigung und Schälung. Die Mandeln werden mit heißem Wasser (98 °C) überbrüht und in einem Schäler mit Gummiwalzen geschält.
Mischen und Reiben. Zuerst werden die Mandeln mit dem Zuckeranteil grob zerrieben, dann zwischen Porzellanwalzen fein gewalzt. Dabei darf die Masse sich nicht zu stark erhitzen, da sonst das Mandelöl austreten würde.
Abrösten. Bei der traditionellen Herstellung findet die „Abröstung“ über Dampf in offenen Kesseln bei Temperaturen zwischen 90 und 95 °C statt, bei der modernen Herstellung in geschlossenen Systemen mit etwa 105 °C.
Abkühlen und Verpacken. Durch Zufuhr von keimfreier Luft wird die Masse abgekühlt, dann portioniert und vakuumverpackt.
Die (optionale) Zugabe von Invertzuckersirup vor dem Abrösten bewirkt eine leichte Karamelisierung. Rosenwasser kann zur Geschmacksabrundung zugesetzt werden.
Die genaue Zusammensetzung, der Anteil von Süß- und Bittermandeln, der Zuckergehalt, die Zusatzstoffe variieren von Hersteller zu Hersteller und sind in der Regel Betriebsgeheimnis.
Die „Leitsätze für Ölsamen und daraus hergestellte Massen und Süßwaren“ des Deutschen Lebensmittelbuchs geben die allgemeine Verkehrsauffassung von der Beschaffenheit von Marzipanrohmasse wieder. Demgemäß wird Marzipanrohmasse aus blanchierten/geschälten Mandeln hergestellt und erfüllt folgende Voraussetzungen:
Sie enthält höchstens 17 % Wasser.
Der Anteil des zugesetzten Zuckers beträgt höchstens 35 %, bezogen auf die Marzipanrohmasse mit 17 % Feuchtigkeitsgehalt.
Der Mandelölgehalt beträgt mindestens 28 %, bezogen auf die Marzipanrohmasse mit 17 %…
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