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Solunto (Solunt)

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Solunto (Solunt)
Foto: Wikimedia Commons · CC BY-SA

Solunt war eine antike Stadt auf Sizilien in der Gemeinde Santa Flavia an der Nordküste, etwa 15 km östlich von Palermo gelegen. Der Ort ist ein beliebter Ausflugsort für Touristen. Die heute als Ruinen erhaltene Stadt wurde im 4. Jahrhundert v. Chr. von Puniern gegründet. Am Ende des 4. Jahrhunderts v. Chr. wurden dort griechische Soldaten angesiedelt, im 3. Jahrhundert v. Chr. geriet die Stadt unter römische Herrschaft. Ausgrabungen fanden vor allem im 19. Jahrhundert und in der Mitte des 20. Jahrhunderts statt. Etwa die Hälfte des Stadtgebietes ist bisher freigelegt und relativ gut erhalten. Die Reste stellen ein gutes Beispiel für eine antike Stadt dar, in der sich hellenistische, römische und punische Traditionen vermischten.

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Lage und Daten

Solunt liegt an der Nordküste Siziliens, 18 Kilometer östlich von Palermo und am Osthang des 374 Meter hohen Berges Monte Catalfano, wo dieser ein Plateau bildet. Die Stadt liegt damit nahe am Meer. Aufgrund ihrer Höhenlage konnte sie leicht verteidigt werden. Sie war einst circa 10 Hektar groß, etwa die Hälfte des Stadtgebietes ist ausgegraben.

Name

Die Stadt erscheint in den antiken Quellen unter verschiedenen Namen. Bei Thukydides wird sie Σολοῦς (Solus) genannt. Auf Münzen und bei Diodor wird sie als Σολουντῖνος (Soluntinos) bezeichnet. Der phönizische Name der Stadt ist als Kfra auf Münzen überliefert, was Kafara – Dorf bedeutet.

Geschichte

Die Phönizier gründeten laut Thukydides im 8.–7. Jahrhundert v. Chr. die Stadt. Sie hatten im Westen von Sizilien mehrere Handelsstützpunkte errichtet, zu denen auch Motye und Panormus (Palermo) zählten. Es handelte sich wohl zunächst um kleinere Häfen, die keine Bedrohung für die sich auf Sizilien ausbreitetenden Griechen darstellten. Im 6. Jahrhundert v. Chr. wurden die Phönizier im Osten des Mittelmeerraumes Teil des Perserreiches. Die westlichen Phönizier (von den Römern als Punier bezeichnet) wurden unabhängig und vor allem Karthago entwickelte sich zu einer bedeutenden Stadt, die ab einem nicht näher bekannten Zeitpunkt die Herrschaft über die phönizischen Orte auf Sizilien erlangte. Diese Orte wurden deshalb zu einer Bedrohung für die Griechen Siziliens. Erste gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Griechen und Karthagern sind für das 6. Jahrhundert v. Chr. belegt.

Der Standort von Solunt in dieser Zeit war lange unsicher, doch ist er nicht identisch mit der späteren Stadt, da sich dort bisher keine archaischen Reste fanden. Durch neuere Ausgrabungen wurden punische Gräber auf dem Hügel Solanto südlich der Stadt freigelegt. In dieser Gegend wird heute auch die archaische Stadt vermutet.
Im Jahr 409 v. Chr. griffen die Karthager Sizilien an und konnten mehrere griechische Städte wie Akragas und Gela einnehmen. Nach einem kurzen Frieden belagerten die Karthager im Jahr 398 v. Chr. Syrakus, doch der dortige Tyrann Dionysios I. konnte sie abwehren, große Teile des verlorenen Gebiets zurückerobern und sogar in punische Gebiete einfallen. 397/396 v. Chr. zerstörte Dionysios I. auch Solunt. Einige Jahrzehnte später, in der Mitte des 4. Jahrhunderts v. Chr., wurde die Stadt an der heutigen Stelle wieder aufgebaut. Die Karthager siedelten dort 307 v. Chr. Veteranen…

Ausgrabungen

Solunt wurde anhand antiker Quellen von dem Dominikanerbruder Tommaso Fazello identifiziert, der 1558 die erste gedruckte Geschichte Siziliens publizierte. Erste Ausgrabungen fanden 1825 durch Domenico Lo Faso Pietrasanta statt, der seine Ergebnisse 1841 veröffentlichte. Er grub ein Heiligtum aus und entdeckte mehrere Statuen. Systematische Grabungen führte seit 1856 Francesco Saverio Cavallari aus, nachdem an der Universität von Palermo der erste Lehrstuhl für Archäologie eingerichtet worden war. Ein erster Stadtplan wurde 1875 publiziert.
Cavalleris Grabungen wurden von Antonio Salinas fortgesetzt, der auch erste etwas ausführlichere Berichte veröffentlichte. Bescheidene Ausgrabungen gab es aber erst wieder 1920 von Ettore Gábrici, der nur einige Räume innerhalb der Stadt freilegte. Seit 1951 grub Vincenzo Tusa. Er fand 1963 das Theater, 1953 die Casa di Leda und um 1970 die Casa di Arpocrate. Ein Grund für die verstärkten Grabungen war das touristische Potential, das man in den Ruinen sah. Von diesen Grabungen sind bisher keine vollständigen Ergebnisse veröffentlicht. Ein Teil der gefundenen Artefakte (insbesondere Münzen) befindet sich in Palermo im Archäologischen Regionalmuseum (Museo Archeologico Regionale „Antonio Salinas“), ein anderer Teil ist in einem Museum vor Ort ausgestellt.
Schon seit 1964 gab es in der Stadt Untersuchungen des Deutschen Archäologischen Instituts Rom. Unter Helmut Schläger wurde die Architektur der Agora aufgenommen, die Ergebnisse konnten wegen des frühen Todes von Schläger jedoch nie publiziert werden. Seit 1988 untersuchte Armin Wiegand das Theater und veröffentlichte eine Studie zu dem Bau. Markus Wolf widmete sich der Agora und den Häusern der Stadt mit einem besonderen Fokus auf das Gimnasio. Je eine Monografie wurde dazu…

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Fotos
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Aus Wikimedia Commons. Foto antippen für Autor und Lizenz.

Öffnungszeiten und Tickets

Zitiert von der offiziellen Website, abgerufen am 14. September. Vor dem Besuch prüfen.

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Prima domenica del mese ingresso gratuito.

Offizielle Website ↗

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