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Franco Battiato

Persönlichkeiten

Wer das war
1945–2021 · cantautore, compositore, scrittore, regista, pittore e politico italiano (1945-2021) · Giarre-Riposto

Franco Battiato
Foto: Wikimedia Commons · CC BY-SA

Franco Battiato war ein italienischer Cantautore, Komponist, Filmregisseur und parteiloser Politiker. Unter dem Pseudonym Süphan Barzani war er auch als Maler tätig. Er durchquerte musikalisch eine Vielzahl von Genres, von Prog-Psych-Rock über Synth Pop zu elektronischer und Weltmusik, und schrieb neben seiner Pop-Produktion auch mehrere Opern.

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Karriere

Musik und Film
Battiato kam 1964 aus seiner Heimat Sizilien nach Mailand, um dort als Musiker Fuß zu fassen. Zunächst arbeitete er mit Giorgio Gaber und Ombretta Colli zusammen, seine ersten solistischen Versuche waren von wenig Erfolg gekrönt. 1970 begegnete er dem experimentellen Musiker Juri Camisasca und arbeitete mit der Prog-/Psych-Rock-Band Osage Tribe zusammen. Seine ersten Alben Fetus und Pollution, die er beim unabhängigen Label Bla-Bla veröffentlichte, präsentierten sich als musikalische Collagen, angesiedelt irgendwo im experimentellen Prog-Rock. Durch Auseinandersetzung mit dem Werk von John Cage und Karlheinz Stockhausen fand der Musiker dann Inspiration für Alben wie Sulle corde di Aries (1973), Clic (1974) und M.elle le “Gladiator” (1975). Für Ricordi nahm er in der zweiten Hälfte der 70er-Jahre drei aggressiver geprägte Alben auf, Battiato (1977), Juke Box (1978) und L’Egitto prima delle sabbie (1978). Unterdessen avancierte er im Ausland zu einer Kultfigur und trat als Opening Act für Brian Eno oder Nico auf.
Die langjährige Zusammenarbeit mit dem Musiker Giusto Pio sollte Battiatos spätere Werke prägen. Nun bei EMI, entdeckte er seine Vorliebe für ironische, mystische Lieder, und näherte sich spirituellen Themen an, vor allem solchen orientalischer Prägung. Eine stärkere Nutzung des Keyboards rückte die Musik nun mehr in Richtung Synth Pop. Nach den prägenden Alben L’era del cinghiale bianco (1979) und Patriots (1979) erschien 1981 La voce del padrone, das Battiato zum unumstrittenen Star machte. Lieder wie Bandiera bianca oder Cuccuruccucù fanden ein breites Publikum und auch das Nachfolgealbum L’arca di Noè (1982) konnte an diesen Erfolg anknüpfen. Von nun an versuchte er sich stilistisch in einer Vielzahl von Genres und war auch erfolgreich als…

Stil

Battiato bewegt sich zwischen canzone d’autore und Pop, wobei er orchestrale Musik, Progressive Rock und ethno-elektronische Musik einbringt. Seine Texte, oft gespickt mit Zitaten, sind häufig mit polemischen Verweisen auf Konsumgesellschaft und italienische Politik versehen. Thematisch finden sich daneben Philosophie, Esoterik und Mystizismus.
Sein musikalisches Werk lässt sich grob in drei Phasen einteilen. Die Anfänge waren sehr experimentell, stark inspiriert von Minimalisten wie Terry Riley und anderen Avantgarde-Komponisten wie Karlheinz Stockhausen und geprägt durch Battiatos zunehmendes Desinteresse an der Popmusik. Bedeutendstes Album der ersten Phase war Sulle corde di Aries (1973). Nach dieser musikalisch wie inhaltlich unvollkommenen (und auch relativ erfolglosen) Phase überraschte der Musiker die Öffentlichkeit mit dem Album L’era del cinghiale bianco (1979) und erlebte den großen Durchbruch im italienischen Pop mit „Postmodernismus für die Massen“. In dieser zweiten Phase entwickelte Battiato seinen poetischen Stil und entdeckte die Esoterik von Georges I. Gurdjieff. Bedeutendstes Album dieser Phase war Fisiognomica (1988), in dem er sich als Psalmist versuchte und musikalisch bei Orchesterliedern von Mahler oder Strauss bediente. Die dritte Phase wurde 1995 durch die Zusammenarbeit mit Philosoph Manlio Sgalambro eingeleitet, in der Battiato sich fast ausschließlich auf die Musik konzentrierte, wodurch viel vom anfangs vorhandenen Humorvollen und Amateurhaften verloren ging.

Ehrungen

Benennung des 1997 entdeckten Asteroiden (18556) Battiato nach dem Musiker
Goldene Verdienstmedaille in Kunst und Kultur durch den Präsidenten der Italienischen Republik (2003)
Verdienstorden der Italienischen Republik (Offiziersklasse) durch den Präsidenten der Italienischen Republik (2004)
Ehrendoktorwürde in filologia moderna (Neuphilologie) der Universität Catania (2008)

Diskografie

Studioalben

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Livealben

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Weitere Livealben

1994: Unprotected (EMI)

Kompilationen (Auswahl)

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Singles (Auswahl)

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Weitere Singles

1983: La stagione dell’amore (IT: Gold)

Aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0 · Den ganzen Artikel lesen

Fotos
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Aus Wikimedia Commons. Foto antippen für Autor und Lizenz.

Auf einen Blick

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37.72778 N · 15.19639 E

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