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Giuseppe Antonio Borgese

Persönlichkeiten

Wer das war
1882–1952 · scrittore, giornalista e critico letterario italiano (1882-1952) · Polizzi Generosa

Giuseppe Antonio Borgese
Foto: Wikimedia Commons · CC BY-SA

Giuseppe Antonio Borgese war ein italienischer Historiker, Literaturkritiker und -professor, Journalist, Essayist und Schriftsteller.

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Leben

1903 erlangte Borgese in Florenz seinen Studienabschluss mit einer Arbeit über die Storia della critica romantica in Italia. Er lehrte von 1910 bis 1930 in Turin, Rom und Mailand. Als Antifaschist verweigerte er an der Mailänder Universität den faschistischen Eid, was nur 13 der rund 2000 italienischen Professoren wagten. Er emigrierte 1931 in die USA, wo er 1938 eingebürgert wurde. In den USA war Borgese ebenfalls als Hochschullehrer tätig, von 1936 bis 1948 in den Fächern Literatur und Politische Wissenschaften an der Universität von Chicago.
Borgese war Sekretär des Committee to Frame a World Constitution und arbeitete maßgeblich am Entwurf einer Weltverfassung von 1947 mit (Preliminary of a World Constitution, 1948). Neben Literaturkritiken schrieb Borgese auch Essays, Romane und Gedichte.
Er war in erster Ehe mit der italienischen Schriftstellerin und Lyrikerin Maria Freschi verheiratet, mit der er die Kinder Leonardo und Giovanna hatte. Nach seiner Scheidung heiratete er am 23. November 1939 in zweiter Ehe Elisabeth Mann, die jüngste Tochter Thomas Manns. Sie lebten zunächst in Chicago. Aus der Ehe gingen die Töchter Angelica (* 30. November 1940) und Dominica (* 6. März 1944) hervor.
Borgese kehrte 1949 nach Italien zurück, wo er seinen früheren Lehrstuhl für Ästhetik und Geschichte der Kritik an der Universität Mailand wieder übernahm.

Werke

Romane, Erzählungen, Gedichte:

Rubé (1921)
Übers. Curt Gutkind: Rubé. Merlin, Heidelberg 1928
Poesie. (1922)
I vivi e i morti. (1923)
La città sconosciuta. (1924)
Le belle. (1927)
Il sole non è tramontato. (1929)
Tempesta nel nulla. (1931)
Essays:

La Nuova Germania. 1909
La vita e il libro. 3 Bände, 1910–1913
Italia e Germania. 1915
Studi di letterature moderne. 1915
Tempo di edificare. 1923
La tragedia di Mayerling. 1925
Übers. Laura Maria Kutzer: Die Tragödie von Mayerling. Merlin, Heidelberg 1927 (vgl. Mary Vetsera)
Il senso della letteratura italiana. 1931
Goliath, the March of Fascism. 1937
Übers. Georg Rahn: Der Marsch des Fascismus, Allert de Lange Verlag, Amsterdam 1938 (englische Ausgabe im Internet Archive: Volltext)
The City of Man, mit Thomas Mann u. a., 1940
Common Cause. 1943
Da Dante a Thomas Mann. 1958, postum

Quellen und weiterführende Literatur

Kindlers Literatur Lexikon im dtv, München 1974, S. 8324: Stichwort: „Rubé“
Leonardo Sciascia: Per un ritratto dello scrittore da giovane, Palermo 1985 (wieder abgedruckt in Opere 1984-1989, Milano 1991)
Giovanni di Stefano: Giuseppe Antonio Borgese. Porträt eines unruhigen Weltbürgers. In: Elisabeth Mann Borgese und das Drama der Meere. Hrsg. von Holger Pils und Karolina Kühn, mare Verlag, Hamburg 2012, S. 42–59.

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Fotos
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37.81194 N · 13.99917 E

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