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Laurus nobilis (Echter Lorbeer)

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Laurus nobilis (Echter Lorbeer)
Foto: Wikimedia Commons · CC BY-SA

Der Echte Lorbeer, auch Edler Lorbeer oder Gewürzlorbeer, kurz auch Lorbeer, genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Lorbeeren (Laurus) innerhalb der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae). Sie wird als Heil- und Gewürzpflanze verwendet. Der Name leitet sich über mittelhochdeutsch lōrber und althochdeutsch lōr(beri) von gleichbedeutend lateinisch laurus ab. Auch die als Gewürz verwendeten (getrockneten) Laubblätter vom Echten Lorbeer werden Lorbeer genannt.

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Beschreibung

Vegetative Merkmale
Der Echte Lorbeer ist ein immergrüner Strauch oder Baum und kann Wuchshöhen bis über 10 Meter erreichen. Die Borke ist glatt und gräulich.
Die wechselständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert und duften, wenn man sie reibt, aromatisch. Der Blattstiel ist nur kurz. Die einfache, ledrige, kahle bis schwach behaarte Blattspreite ist bei einer Länge von 5 bis 12 Zentimetern elliptisch, lanzettlich bis verkehrt-eiförmig, seltener eiförmig und an beiden Enden spitz, seltener stumpf. Die Blattspreiten sind mit Drüsen besetzt und die Oberseite ist glänzend. Der Blattrand ist ganz aber oft leicht gewellt.

Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von April bis Mai. Die kleinen, grün-gelben oder auch weißlichen Blüten stehen in achselständigen, büscheligen doldigen oder sehr kurzen, traubigen bis rispigen Blütenständen. Der Blütenstiel ist kurz.
Die weich behaarten und zweizähligen Blüten mit einfacher Blütenhülle sind meist getrenntgeschlechtlich zweihäusig diözisch, allerdings kommen auch zwittrige Blüten vor. Die vier Tepalen stehen in zwei Kreisen. Die männlichen Blüten besitzen meist zehn bis zwölf Staubblätter und ein Pistillode kann vorkommen. Die Staubblätter in den inneren Kreisen besitzen zwei Drüsen an ihrer Basis. Die weiblichen Blüten enthalten einen oberständigen, einfächerigen Fruchtknoten mit kurzem Griffel und dreikantiger Narbe; meist gibt es daneben vier verkümmerte Staubblätter (Staminodien) mit zwei Drüsen.
Es ist ein kleiner Fruchtbecher vorhanden. Die einsamigen, glatten, glänzenden, bei Reife blau-schwarzen bis schwärzlichen Beeren sind bei einer Länge von 1 bis 1,8 Zentimeter eiförmig bis ellipsoid.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36, 42, 48, 54, 60, 66 oder 72.

Ökologie

Blütenbesucher sind u. a. die Honigbiene, die Furchenbiene (Halictus calceatus) und die Schlupfwespe Bassus laetatorius.

Verbreitung und Kulturbedingungen

Der Echte Lorbeer hat sich, aus Vorderasien kommend, über den Mittelmeerraum verbreitet. Er kommt ursprünglich in Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Frankreich, Italien, Sizilien, Sardinien, Korsika, auf der Balkanhalbinsel, in der Türkei, auf Inseln der Ägäis, in Kreta, Zypern, Israel und Jordanien vor. Dementsprechend sind Lorbeerwälder verteilt. Auf der kanarischen Insel La Gomera befindet sich im Nationalpark Garajonay der Lorbeerwald La Gomera mit verwandten Arten als „Restbestand der subtropischen Lorbeerwälder“. In Spanien, Portugal, auf den Britischen Inseln, auf der Krim, im Kaukasusraum, in Vietnam, Korea, Taiwan und China ist der Echte Lorbeer ein Neophyt.
Da der Echte Lorbeer nur bedingt winterhart ist, überlebt er in Deutschland nur im Rheinland, am Bodensee und klimatisch ähnlich milden Gebieten mit Winterschutz ganzjährig ausgepflanzt im Freien. Auf Helgoland findet man einige große ausgepflanzte Exemplare, die seit den 1980er-Jahren erfolgreich ohne Winterschutz gedeihen. In raueren Gebieten kann er nur als Kübelpflanze gehalten werden. Als ausgepflanzte Freilandpflanze gedeiht er auch in Südirland und übersteht aufgrund der klimatischen Verhältnisse die dortigen Winter problemlos.
Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt & al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2 (mäßig trocken), Lichtzahl L = 2 (schattig), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 5 (sehr warm-kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch).

Inhaltsstoffe

In der Frucht (Fructus Lauri), genannt Lorbeere, kommen ätherische und fette Öle vor. Werden die Lorbeeren gepresst und ausgekocht, so ergibt sich ein Gemenge, das Oleum Lauri (Lorbeeröl, auch Loröl) genannt wird. Es ist durch Chlorophyll grün gefärbt und ist eine salbenartige, bei 36 °C schmelzende Masse. Im Einzelnen enthält die Frucht bis zu 30 % fettes Öl und etwa 1 % ätherisches Öl (Terpene, Sesquiterpene, Alkohole und Ketone).
Das Blatt enthält 1,3 % ätherisches Öl (Ol. Lauri folii), darin 45 % Cineol, 12 % Terpene, 3–4 % Sesquiterpene, 3 % Methyleugenol und weiter α- und β-Pinen, Phellandren, Linalool, Geraniol und Terpineol. Stoffe (G/O).

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Fotos
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Aus Wikimedia Commons. Foto antippen für Autor und Lizenz.

Route Karte

37.60000 N · 14.02000 E

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