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Sant'Agata (Agatha von Catania)

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Wer das war
235–261 · santa e martire cristiana · cattedrale di Sant'Agata · San Giovanni Galermo

Sant'Agata (Agatha von Catania)
Foto: Wikimedia Commons · CC BY-SA

Agatha von Catania starb wahrscheinlich unter Kaiser Decius zwischen 249 und 251 als geweihte Jungfrau und Märtyrin. In den orthodoxen Kirchen und der katholischen Kirche wird sie als Heilige verehrt.

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Legende

Die Legende ist in der Zeit der Christenverfolgungen im Römischen Reich angesiedelt. Der Überlieferung nach wurde Agatha auf Sizilien als Tochter wohlhabender Eltern geboren. Als gottgeweihte Jungfrau lehnte sie den Heiratsantrag des römischen Statthalters der Sicilia, Quintinian, ab, da sie die Jungfräulichkeit um des Himmelreiches willen gelobt hatte. Weil Agatha ihn zurückgewiesen hatte, ließ der Heide sie für einen Monat in ein Bordell verschleppen. Da sie nach dieser Zeit noch immer ihrem Gelöbnis zu Christus und der Jungfräulichkeit treu blieb und die Ehe weiterhin abwies, bewirkte Quintinianus ihre Verurteilung und ließ ihr die Brüste abschneiden. Nach dieser Folter erschien ihr der Legende nach nachts der heilige Petrus und pflegte ihre Wunden. Als man dies bemerkte, ließ der Statthalter Agatha auf glühende Kohlen legen, wodurch sie starb.
Etwa ein Jahr nach ihrem Tod brach der Ätna aus, und die Einwohner von Catania zogen mit dem Schleier der Heiligen dem Lavastrom entgegen, der daraufhin zum Stillstand kam.
Der maltesischen Überlieferung zufolge flüchtete sie zunächst nach Malta, wo sie sich für einige Zeit in den Katakomben der heutigen Stadt Rabat verbarg, die heute St.-Agatha-Katakomben heißen.

Verehrung und Brauchtum

Der Agathakult breitete sich im 5./6. Jahrhundert von Rom her aus. Sowohl in der katholischen als auch in der orthodoxen Kirche wird der Gedenktag der Heiligen am 5. Februar begangen (gebotener Gedenktag im Allgemeinen Römischen Kalender). Die Stadt Catania feiert ebenso wie Malta jedes Jahr ein großes Fest zu ihren Ehren. Agatha gehört zu den Heiligen, die im Messkanon genannt werden.
Agatha liegt in der Kathedrale von Catania begraben, wo sich auch die meisten Reliquien befinden; die größte Knochenreliquie, die Schädeldecke, wird jedoch im Kloster Kamp verehrt. Sie ist die Schutzpatronin der Malteser, der Stadt Catania, der Hungernden, der Ammen und Hebammen, der Hirtinnen, der Glocken- und Erzgießer, der Berg- und Hochofenarbeiter, der Weber und Glaser sowie der Goldschmiede. Sie gilt als Helferin bei Kinderlosigkeit, Brandwunden, Brusterkrankungen (inklusive Brustkrebs), Viehseuchen, Klimakatastrophen, Erdbeben und Ausbrüchen des Ätna. In den nördlicheren deutschsprachigen Gebieten sowie der Schweiz ist die heilige Agatha die Schutzpatronin der Feuerwehren.
Der Heiligen sind – vor allem in Süd- und Mitteleuropa – zahlreiche Kirchen und Kapellen geweiht. In vielen Gegenden wird am Gedenktag der hl. Agatha Brot gesegnet („Agathabrot“), das als Symbol für die beim Martyrium der Heiligen abgeschnittenen Brüste steht. Mancherorts verteilte man „Agathazettel“, die ebenfalls gesegnet waren.

Darstellung

Hochmittelalterliche Darstellungen der Heiligen sind äußerst selten. Spätmittelalterliche und neuzeitliche Gemälde und Skulpturen zeigen sie oft mit einem offenen Gefäß, in welchem ihre abgeschnittenen Brüste liegen, oder auch nur mit einem Palmzweig als Attribut des Martyriums.

Neuzeitliche Rezeption

Die abgeschnittenen Brüste werfen in der neuzeitlichen Rezeption viele Fragen auf. So folgt Kasra (Katayoun) Jalilipour in seiner künstlerischen Arbeit Study of Saint Agatha as a Boy (2023) dem Narrativ, dass das Entfernen der Brüste aus heutiger Sicht für ein Infragestellen der Geschlechtsidentität stehen oder krankheitsbedingt erfolgt sein könnte, etwa als Folge einer Brustkrebserkrankung.

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Fotos
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37.50246 N · 15.08821 E

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