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Wer das war
1897–1991 · regista, sceneggiatore e produttore italiano (1897-1991) · Bisacquino
Frank Capra war ein US-amerikanischer Filmregisseur, Produzent und Autor italienischer Herkunft. Er zählte zu den erfolgreichsten Regisseuren seiner Generation.
Frank Capra wurde in Bisacquino, einem Dorf in der Nähe von Palermo, geboren und auf den Namen Francesco Rosario getauft. Er war das jüngste von sieben – überlebenden – Kindern des Obstpflückers Salvatore Capra und seiner Ehefrau Sarah. Die Familie war römisch-katholisch und eng mit der Kirche verbunden.
Die Familie emigrierte 1903 in die Vereinigten Staaten, als er fünf Jahre alt war. Die dreizehntägige Schiffsreise über den Atlantik musste die Familie wegen Geldmangels im billigen Zwischendeck zubringen, das Elend dort beschrieb Capra später als eine seiner schlimmsten Lebenserfahrungen. Die Familie siedelte sich im östlichen Teil von Los Angeles an, in einem Stadtteil, den Capra später als „Italienisches Ghetto“ beschrieb. Sein Vater arbeitete wie bereits in Italien als Obstpflücker. Frank musste, während er die Schule besuchte, zehn Jahre lang nebenher als Zeitungsjunge Geld verdienen.
Frank Capra schloss die Highschool nach zehn Jahren ab und besuchte anschließend das California Institute of Technology. Für die Finanzierung des Studiums musste er sich mit verschiedenen Jobs Geld dazuverdienen: Er spielte Banjo in Nachtclubs, arbeitete in der Waschküche seiner Universität sowie als Kellner, und putzte Maschinen in einem lokalen Kraftwerk. Capra schloss sein Studium im Chemieingenieurwesen im Frühling 1918 ab. Bald darauf schloss er sich der US-Armee als Second Leutnant in den Ersten Weltkrieg an. Als Soldatenlehrer unterrichtete er an der Fort Point National Historic Site in San Francisco das Fach Mathematik.
Doch Capra erkrankte an der damals wütenden Spanischen Grippe und musste zu seiner Mutter zurückgeschickt werden. Wenig später verstarb sein Vater bei einem Unfall. Als er mit seiner Mutter und seinen Geschwistern in ihrer Wohnung lebte, war er zwar das…
1922–1928: Die Anfänge in der Stummfilmära
1922 stieß Capra während seiner Zeit als Handelsvertreter auf eine Zeitungsanzeige, in der Regisseure für ein neues Filmstudio in San Francisco gesucht wurden. Am Telefon erzählte er den Produzenten, er würde direkt aus Hollywood kommen und hätte Erfahrung im Filmgeschäft. Der Studiogründer Walter Montague (1855–1924) stellte Capra ein und gab ihm 75 US-Dollar, um einen zehnminütigen Stummfilm zu drehen. Der angehende Regisseur drehte mit einem Kameramann und Amateurdarstellern in nur zwei Tagen den Film Fultah Fisher’s Boarding House, dessen Handlung auf einem Gedicht von Rudyard Kipling basierte.
Nachdem Walter Montagues Filmstudio wenig Erfolg hatte und schnell wieder aufgelöst worden war, suchte Capra in der Folgezeit nach neuen Anstellungen im Filmgeschäft und erhielt schließlich eine feste Anstellung in einem anderen kleinen Filmstudio in San Francisco.
Hier erweckte Capra die Aufmerksamkeit des Hollywood-Produzenten Harry Cohn, welcher ihn zu seinem neuen Filmstudio in Los Angeles lotste. Er arbeitete während dieser Zeit gleichzeitig als Requisiteur, Filmeditor, Titelschreiber und Assistenzregisseur; durch diese vielfältigen Aufgaben erlernte er jedoch die Grundlagen des Filmgeschäfts. 1924 arbeitete Capra kurz in der Drehbuchabteilung des Produzenten Hal Roach und schrieb unter anderem Gags für die Kleinen Strolche. Ende desselben Jahres konnte Roachs größter Konkurrent Mack Sennett Capra als Autor für die Filme des Komikers Harry Langdon abwerben; dort arbeitete er mit Arthur Ripley zusammen. Langdons Komikerfigur zeichnete sich durch grenzenlose Langsamkeit, Naivität und Unschuld aus, weshalb sie mit der großen, harten Welt meistens nicht zurechtkam. Auch Capra, der sich nun endgültig zum Komödienspezialisten…
Frank Capra heiratete 1923 die Schauspielerin Helen Howell, die Ehe wurde 1928 geschieden. Noch im selben Jahr heiratete er Lucille Warner. Der Ehe, die 1984 durch Warners Tod endete, entstammen eine Tochter und drei Söhne – ein Sohn starb bereits als Säugling. Ein Sohn war der Filmproduzent Frank Capra junior, dessen Sohn ist der Assistenzregisseur Frank Capra III. (* 1959).
Zu den Interessen Capras gehörten Jagen, Fischen und Klettern, zudem besaß er eine vier Quadratkilometer große Ranch in Fallbrook. Er sammelte außerdem seltene und alte Bücher, so brachte ihm eine Auktion im Jahre 1948 insgesamt 68.000 US-Dollar für ein Buch. Im hohen Alter spielte er Gitarre und schrieb einige Kurzgeschichten und Songtexte. Capra hegte ein besonderes Interesse an Naturwissenschaften und Mathematik.
Zwischen 1935 und 1939 fungierte Capra als Vorsitzender der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, außerdem war er drei Jahre Präsident der Directors Guild of America, an deren Gründung er beteiligt war. Politisch war der patriotische Capra Republikaner und Konservativer sowie Gegner von Franklin D. Roosevelt und seiner Politik in der Great Depression. Weil Capra es aus schlechten Verhältnissen zu so großem Erfolg gebracht hatte, glaubte er, dass alle Menschen dies ebenfalls mit harter Arbeit schaffen könnten, und sah keinen Grund für Staatshilfen. Er stand allerdings gegen Korruption und war auch der Wirtschaft gegenüber kritisch eingestellt. Zudem arbeitete er häufig mit linken Drehbuchautoren zusammen, weshalb viele seiner Filme einen „linken Anstrich“ hatten und etwa Kapitalismuskritik übten.
Hinter Ist das Leben nicht schön? wurde sogar vom FBI „subversive kommunistische Propaganda“ vermutet. In seinem 1958 gedrehten Dokumentarfilm The Unchained Goddess (Die entfesselte…
Frank Capra gilt bis heute als einer der einflussreichsten Regisseure Hollywoods. In den 1930er- und 1940er-Jahren zählte er zu den weltweit zwei bis drei berühmtesten und erfolgreichsten Regisseuren. Er gehörte zu den wenigen Regisseuren, deren Namen auch einem breiteren Kinopublikum bekannt waren. Als besondere Auszeichnung verstand er selbst, dass sein Name über dem Titel des Films stand. The Name Above the Title nannte er darum auch seine Autobiographie. Zu diesem Erfolg verhalf Capra insbesondere der Fakt, dass seine Filme eine bestimmte Handschrift trugen und so ein Capra-Film fast immer auch als solcher zu erkennen war. Damit stand er im Gegensatz zu vielen anderen Regisseuren im Studiosystem, welche die Filme drehten, die sie gerade von ihren Produzenten „vorgesetzt“ bekamen. Er verlangte möglichst viel Unabhängigkeit von Produzenten und arbeitete deshalb zum Beispiel jahrelang mit einem kleineren Studio wie Columbia zusammen, bei dem er etwas mehr Freiheiten hatte.
Capras Genre war die Komödie, jedoch sind viele seiner Komödien mit tragischen und sentimentalen Momenten, bissiger Gesellschaftskritik und Pathos durchsetzt. Häufig wird eine positive Geschichte in einem negativen Umfeld gezeigt, etwa die Liebesgeschichte in Es geschah in einer Nacht mitten zwischen verbitterten, von der Great Depression gezeichneten Menschen. Er setzte stets den guten „Kleinen Mann“ als Hauptfigur ein, welcher vor allem von James Stewart oder Gary Cooper gespielt wurde. Seine Filme enthielten oft Botschaften über das Gute in der menschlichen Natur und zeigen, was durch Uneigennützigkeit und harte Arbeit erreicht werden kann. Diese Figur behauptet sich durch seine wohlwollende, etwas naive und idealistische Art gegen die Schurken. Wohlhabende oder mächtige Menschen erschienen…
Aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0 · Den ganzen Artikel lesen
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