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Selinunte (Selinunt)
Foto: Wikimedia Commons · CC BY-SA

Selinunt ist eine archäologische Fundstätte im süditalienischen Freien Gemeindekonsortium Trapani auf Sizilien. Die Fundstätte befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinde Castelvetrano an der Südküste Siziliens unmittelbar am Mittelmeer.

Mehr dazu
Geschichte

Die Polis Selinunt wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. von dorischen Griechen aus dem ostsizilischen Megara Hyblaea gegründet; aus den Angaben bei Thukydides geht das Gründungsdatum 628 v. Chr. hervor, während die Angaben bei Diodor auf ca. 650 v. Chr. führen. Sie existierte rund 400 Jahre. Die Stadt war die westlichste griechische Pflanzstadt (Apoikia) an der Südküste der Insel. Sie war berühmt für ihre fruchtbaren Böden, auf denen ein besonders guter Weizen wuchs, und erlangte rasch großen Reichtum, der sich insbesondere in den zahlreichen großen Tempelbauten manifestierte. So überliefert der griechische Geschichtsschreiber Thukydides eine Szene, in der der Athener Nikias den Reichtum der Städte Selinunt und Syrakus folgendermaßen beschreibt:

In den sumpfigen Niederungen des Flusses Selinus gab es große Bestände wilden Selleries, die namensgebend für die Stadt und den Fluss wurden. Sogar das Wappen der Stadt war dem Sellerie gewidmet und enthielt den Zipfel eines Sellerieblattes. Im 6. Jahrhundert bestand in Selinunt laut Polyainos (1,28,2) eine Tyrannis unter einem gewissen Theron.
Die Polis war längere Zeit ein karthagischer Verbündeter, in erster Linie, um sich Unterstützung gegen Segesta zu sichern. Selinunt war die einzige griechische Stadt, die 480 v. Chr. in der Schlacht bei Himera auf Seiten Karthagos kämpfte. Danach scheint das Bündnis aber gelöst worden zu sein. Das 5. Jahrhundert war die Zeit der größten Blüte des Ortes. Die ewigen Konflikte zwischen dem griechischen Selinunt und der einheimischen Siedlung Segesta eskalierten aber in der Folgezeit und führten schließlich zu einem Eingreifen der Großmächte Athen und Sparta, wobei letzteres Syrakus und Selinunt gegen Athen unterstützte.
Nachdem sich Selinunt nach dem Scheitern der Sizilienexpedition Athens 413…

Archäologie und Stadtplanung

Die Stadt wurde von den Griechen regelmäßig angelegt. Davon zeugen die genormten Straßenbreiten von 9 m, 6,5 m und 3,5 m. Jeder Häuserblock war genau 100 Fuß breit. Die Rinnsteine waren im rechten Winkel verlegt, und in einem der Häuser wurde die bislang erste Wendeltreppe der Geschichte gefunden. Der Philosoph Empedokles soll veranlasst haben, zwei benachbarte Sümpfe trockenzulegen.
Sämtliche Gebäude und Tempel Selinunts sind bereits vor Jahrhunderten aufgrund von Erdbeben eingestürzt. Einer der Tempel wurde 1956 wieder aufgebaut, die Rekonstruktion ist allerdings sehr umstritten. Seit Jahren führt das DAI umfangreiche Ausgrabungen auf dem Gelände der antiken Stadt durch.
Die Tempel Selinunts zeichnen sich durch einen gestreckten Grundriss, einen geschlossenen hinteren Cellaraum (Adyton), die Betonung der Front durch Verdoppelung der Säulenreihen, Erweiterung der Abstände und eine vorgelegte Freitreppe aus und zeigen eine Tendenz zu räumlicher Weite. Dieses fällt aber nicht unter den Begriff Hypäthraltempel.
Richard Sennet schreibt in seinem Buch Handwerk:

Akropolis

Die Akropolis weist vier Tempel auf, dazu gut erhaltene Terrassierungen und Befestigungen aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Einer der Tempel ist der Tempel C (6 mal 17 Säulen) aus der Mitte des 6. Jahrhunderts v. Chr., der teilweise restauriert wurde, ein weiterer ist der jüngere Tempel B. Hier finden sich auch die Überreste zahlreicher typisch punischer Wohnhäuser, die meist auf Fundamenten griechischer Bebauung errichtet wurden. Die Karthager scheinen auch die griechischen Heiligtümer weiterbenutzt zu haben, nun allerdings für ihren eigenen Kult. So finden sich etwa eindeutige Hinweise auf eine Verehrung von Tanit.

Osthügel und Demeterheiligtum
Auf dem Osthügel im Osten der Akropolis, der damals der am…

Fundstücke

Zu den archäologischen Fundstücken aus Selinunt zählen:

Skulptierte Metopen aus Tempel G (um 465–450 v. Chr.) und Tempel C
Bronzeplastik, der „Ephebe von Selinunt“ aus der Zeit um 480 bis 460 v. Chr.
Vasen und Terrakotten aus dem Heiligtum der Demeter Malophoros und der Nekropole
Die meisten dieser Fundstücke sind im Archäologischen Regionalmuseum von Palermo untergebracht.

Rocche di Cusa

In der Nähe Selinunts befindet sich der antike Steinbruch Rocche di Cusa oder Cave di Cusa, aus dem das gesamte für den Bau der Tempel verwendete Material stammt. Hier ist zu sehen, wie Säulentrommeln, die für den unvollendeten Tempel G vorgesehen waren, aus den Felsen herausgearbeitet wurden.

Aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0 · Den ganzen Artikel lesen

Fotos
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Aus Wikimedia Commons. Foto antippen für Autor und Lizenz.

Öffnungszeiten und Tickets

Zitiert von der offiziellen Website, abgerufen am 15. September. Vor dem Besuch prüfen.

Zeiten
Efebo di Selinunte . Tel. 0924 909605. Orario: 9:00-18:30 dal lunedì al
sabato, 9:00-13:00 la domenica. Biglietto intero €5,00, ridotto
€4,00, ridotto €2,00. Orario: 9:00-13:00; nel pomeriggio
€4,00. Orario: 9:00-20:00 (chiusura biglietteria ore 19:15), aperto
€6,00, ridotto €3,00. Orario: 9:00-19:30 (chiusura biglietteria
Tickets
Selinunte — Biglietto intero €14,00, ridotto
€7,00. Orario: apertura ore 9:00 (8:00 dal 1° maggio al 14
€2,50 (18-25 anni), gratuito sotto i 18 anni.
Sant'Egidio, Mazara del Vallo. Biglietto intero €8,00, ridotto
Selinunte — ingresso libero.

Offizielle Website ↗

Auf einen Blick

Erbaut628 a.C.

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