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Siracusa DOC (Syrakus)

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Siracusa DOC (Syrakus)
Foto: Wikimedia Commons · CC BY-SA

Syrakus hat eine Jahrtausende alte Weinbautradition, die mit Sicherheit auf die erste griechische Besiedelung und Stadtgründung im 8. Jahrhundert vor Christus zurückgeht, möglicherweise aber noch älter ist. Seit 1973 besteht innerhalb der Kommunalgrenzen von Syrakus die DOC/DOP Moscato di Siracusa DOC, die 2011 in Siracusa DOC umbenannt wurde. Zuletzt wurde die Denomination im Jahr 2014 aktualisiert. Südlich und westlich schließt die bedeutend größere DOC Noto an, die ebenfalls für einen Muskatwein berühmt ist.

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Geschichte

Der Ursprung dieser Weine wird auf ein, in antiken Quellen Pollium Syracusae genanntes Produkt zurückgeführt, das zur Zeit des mythischen, historisch nicht fassbaren Tyrannen Pollio Argivo im 8. Jahrhundert v. Chr. in der Region gekeltert worden sein soll. Auch der von Plinius dem Älteren Haluntium genannte, süße Wein soll aus Syrakus stammen, allerdings liegt das antike Haluntium, das heutige San Marco d’Alunzio an der Nordostküste Siziliens, gut 200 Kilometer von Syrakus entfernt. Der Moscato di Siracusa wäre demzufolge der älteste Wein der Insel, ein Prädikat, das jedoch auch von anderen Regionen, insbesondere der Nachbar-DOC Noto und ihrem Hauptprodukt, dem Moscato di Noto beansprucht wird. Muskatweine (darunter wahrscheinlich auch Likörweine) aus Syrakus waren das gesamte Mittelalter über bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts ein geschätztes und stark nachgefragtes Exportprodukt. Neben dem weißen, scheint es auch einen roten Muskat gegeben zu haben, von dem heute aber nichts mehr bekannt ist. Die Denomination wurde zwar 1973 als Moscato di Siracusa DOC eingerichtet und reglementiert, der Wein selbst verschwand jedoch in den folgenden Jahren völlig aus dem Portfolio der wenigen verbliebenen Betriebe. Erst 1997 wurden wieder die ersten Weine dieser Art in Syrakus gekeltert. Heute erzeugen sieben Kellereien in sehr kleinem Umfang Muskatweine.
Der ursprüngliche Name Moscato di Siracusa, bezog sich auf das bekannteste Produkt, einen süßen Dessertwein, das, einstmals hochberühmt und geschätzt, zwischenzeitlich völlig verschwunden war, und erst in den letzten Jahren wieder in sehr kleinen Quantitäten erzeugt und vermarktet wird. Neben vielen anderen Faktoren war auch die Konkurrenz des Moscato di Noto, der als begehrtester und teuerster seiner Art in Sizilien galt, am…

Lage, Böden und Klima

Die DOC Siracusa liegt fast zur Gänze innerhalb der Grenzen der Stadt Syrakus im Freien Gemeindekonsortium Syrakus. 1848 betrug die geschätzte Rebfläche im Gebiet der heutigen DOC noch 1400 Hektar, heute sind es weniger als 40 Hektar. Die heutigen Rieden liegen vor allem im Westen des Gebietes, etwa auf halbem Wege zwischen Syrakus und Floridia, sowie im äußersten Norden der Denomination in einem Küstenstreifen am Ionischen Meer. Die Gründe für den Niedergang sind in den meisten vor allem Süßweine produzierenden Weingebieten ähnlich: Die Reblauskatastrophe, die Syrakus in den späten 80er Jahren des 19. Jahrhunderts erreichte, und der bald darauf einsetzende starke Nachfragerückgang nach Weinen dieser Art, führten dazu, dass viele Rieden nicht mehr neu bestockt wurden. Für das Weinbaugebiet Syrakus zusätzlich erschwerend war, dass sich die Stadt in früher landwirtschaftlich genutzte Regionen ausbreitete und riesige Betriebe, insbesondere der petrochemischen Industrie sich entlang der Küste und in den ehemaligen Weinbaugebieten ansiedelten. Neben dem Flächenverlust verursachten und verursachen diese Betriebe gravierende Umweltschäden, die zum Teil jede landwirtschaftliche Produktion in noch unbebauten Arealen unmöglich machen. In der Region wird dieses Gebiet Trinacria nera (=Schwarzes Dreieck) genannt.
Dort, wo Weinbau möglich ist, wird er auf vulkanischen, zum Teil auch auf kalkhaltigen, leichten und durchlässigen Böden betrieben. Wasserstress ist im Gebiet kaum ein Thema, da die Reben ausreichend Grundwasser führende Schichten erreichen.
Das Klima ist mediterran, mit heißen, trockenen Sommern und sehr milden, feuchten Wintern. Im Juni, Juli und August fällt kaum Niederschlag, die Durchschnittstemperaturen liegen nahe oder über 30 °C. Höchstwerte an die 35 °C und…

Erzeugung

Laut der Denomination können folgende Weine erzeugt werden:
Verschnittweine:

Siracusa bianco – muss zu mindestens 40 % aus Moscato bianco bestehen. Höchstens 60 % andere weiße Rebsorten, die für den Anbau in der Region Sizilien zugelassen sind, dürfen zugesetzt werden.
Siracusa rosso – muss zu mindestens 65 % aus Nero d’Avola bestehen. Höchstens 35 % andere rote Rebsorten, die für den Anbau in der Region Sizilien zugelassen sind, dürfen zugesetzt werden.
Fast sortenreine Weine:
(Sie müssen zu mindestens 85 % aus der genannten Rebsorte bestehen. Höchstens 15 % andere analoge Rebsorten, die für den Anbau in der Region Sizilien zugelassen sind, dürfen zugesetzt werden.)

Siracusa Moscato und Siracusa Passito (Moscato bianco)
Siracusa Moscato Spumante
Siracusa Nero d’Avola
Siracusa Syrah
Bekannteste und qualitativ anspruchsvollste Produkte sind die zu 85 % aus Trauben der Gelben Muskateller gewonnenen Muskatweine Siracusa Moscato DOC (früher Moscato di Siracusa) und der Siracusa Passito DOC (früher Moscato di Siracusa Passito).
Außer den beiden Dessertweinen können noch folgende Produkte als DOC-zertifizierte Weine vermarktet werden: Zwei trockene Rotweine (einer zu 85 % aus Nero d’Avola, der andere zu 85 % aus Syrah), ein trocken oder süß ausgebauter Spumante, zu 85 % aus der Gelben Muskateller sowie ein Siracusa bianco genannter Weißwein, (zu 40 % aus der Gelben Muskatellertraube, der Rest aus auf Sizilien zugelassenen weißen Rebsorten). Als Beiweine finden sich in diesen Cuvées gelegentlich solche aus der ehemals in der Region sehr geschätzten Albanello Bianco (die jedoch heute weitgehend aus dieser Denomination sowie aus ganz Sizilien verschwunden ist), und ein rosso, der zu 65 % aus der Nero d’Avola bestehen muss. Die eher große, nicht immer die Weinqualität…

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37.06408 N · 15.28043 E

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